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immer mehr aufkommen und eine heiße Kugel durch ein ſchlechtes Rüſtſtück geht, wie durch einen Bogen Pergament.
Verſcherz' Dir Dein Glück nicht durch Eigenſinn, Martin.
Fort laſſ ich Dich nun einmal nicht, das ſag' ich Dir. Ich hab' mir's die Nacht überlegt; Du biſt ein junges Blut, denkſt, man braucht nur auf die Straße zu gehen, ſo fliegen Einem die gebratenen Tauben in's Maul— ich kann Dich nicht in's Unglück rennen laſſen.“
Vor einem ſo entſchieden ausgeſprochenen Willen, der zugleich in wohlmeinendſter Abſicht geäußert wurde, hätte nur ein trotziges Zerreißen des kaum angeknüpften Verhältniſſes, Lienhard's volle Freiheit bewahren können.
Ein offener und unnatürlicher Bruch, von einem wider⸗
wärtigen Auftritt begleitet, wäre das Ende geweſen und hätte ihn vor ſich ſelbſt mit einem ſchweren Vorwurf be⸗ laſtet; in den Augen der guten Menſchen aber, welche ſeine bereits in das Mark ſeines Lebens verwachſenen Anſichten und Neigungen nicht begreifen, ihn alſo auch nicht damit
entſchuldigen konnten, wäre er in dem abſcheulichſten Lichte
erſchienen. Er fügte ſich daher zum zweiten Male wenig⸗ ſtens in ſo weit, daß er ſeinen Vorſatz, jetzt gleich Abſchied zu nehmen, wiederum aufgab und ſich entſchloß, eine beſſere
BGelegenheit abzuwarten, die er bald, vielleicht noch im
Laufe des Tages, zu finden hoffte. Das Anerbieten der Großmutter fiel ihm ein; an ſie beſchloß er ſich zu wenden.


