Teil eines Werkes 
1. Bd. (1858)
Entstehung
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gemacht, ob er überhaupt zu Wien bleiben ſollte. Sie war aber vor zehn Jahren ſchon geſtorben, die Schweſter, welche ihm von der Großmutter im Augenblicke der erſten Be⸗ wegung zum Schutz empfohlen worden war, hatte denſelben noch nicht nöthig und fand ihn gewiß beſſer bei jedem andern Verwandten, ſelbſt bei dem lahmen Vetter Schneider am Katzenſteig, als bei ihrem Bruder, und wenn er auch mit ihr in das großelterliche Erbe eingeſetzt, das Haus in der Landskrongaſſe getheilt hätte. Was ſollte er alſo hier? Nachdem er der Zuchtruthe des kaiſerlichen Hof meiſters entwachſen war, ſollte er ſich unter die Zuchtruthe eines ehrſamen Plattners, auch wenn er ſein Großvater hieß, beugen? Wiederum der alte Feind!

Frau Ringhamer hatte mit ihrem Gatten noch eine ähnliche Rückſprache nehmen wollen, nachdem auch die Leni in ihr Kämmerlein geſchickt worden war, aber der Alte hatte ſich heut nicht mehr darauf eingelaſſen, ſo daß ſie allerdings ihrem Herzen ungeſtört gegen ihn Luft machen, aber nicht hindern konnte, daß er feſt dabei einſchlief. Am Morgen erſt war er bei der Hand. Er weckte ſie früher, als ſonſt, er rief auch die Enkelin, daß ſie aufſtehe und ging ſelbſt nachzuſehen, ob der Martin ſchon wach ſei. Das war nicht der Fall, denn er hatte ſchon ſonſt die Ge⸗ wohnheit lange zu ſchlafen, heut aber war er erſt ſehr ſpät eingeſchlummert und ſchlief nun um ſo feſter. Der