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Blick würde in ihren lieblichen Zügen eine gewiſſe Befrem⸗ dung wahrgenommen haben, aber die Mutter achtete in dieſem Momente nicht auf ſie, ſondern führte den alten Herrn in das Schloß, nachdem ſie auch die übrigen Be⸗ gleiter, welche abgeſeſſen waren und ihre Pferde den nach⸗ folgenden reiſigen Knechten übergeben hatten, freundlich bewillkommt. Hedwig ging an der andern Seite des alten Herrn und es fiel ihm gar nicht ein, daß ihre Mutter ihn nicht kennen ſollte.
Als aber an der Pforte des Wohnhauſes der Vater, von ſeinem Diener unterſtützt, erſchien, ſtutzte er, ſeiner Tochter ſchon mit der Hand winkend, beim Anblick ihres Begleiters und rief:„Mein gnädiger Herr! Welche Ehre erzeigt Ihr mir!“ und wollte ihm, ſein Leiden nicht achtend, entgegen eilen. Der Fremde kam ihm jedoch ſchnell zuvor und während er dem Herrn von Altenſteig mit freund⸗ lichen Worten die Hand reichte, erfuhr die Mutter auf leiſes Befragen von ihrer Tochter: das ſei ja der Erzherzog Siegmund ſelbſt, welcher es ſich nicht habe nehmen laſſen, während ſeiner Raſt in Linz ſie nach dem Altenſteig zu bringen, um ſeinen alten Genoſſen auf mancher Gemsjagd, wie er ſich ausgedrückt, noch einmal wieder zu ſehen. Frau von Altenſteig beeilte ſich nun, ihre Freude und Dankbar⸗ keit dem hohen Gaſte ſelbſt auszuſprechen, aber ſie war weit entfernt, ſich zu entſchuldigen, wenn ſie etwa aus Un⸗


