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als ihr ſchon von Unten mit einem weißen Tuche fröhlich gewinkt wurde. Sie war es, das herzige Kind! Die Mutter hätte ſie unter Hunderten flugs erkannt, obgleich ſie das Antlitz, wie es die Sitte der Zeit war, auf der Reiſe nicht fremden Blicken Preis gab, ſondern ver⸗ ſchleiert trug. Zu Pferd kam ſie, in Begleitung eines ſtattlichen Herrn, und von mehrern Reitern gefolgt. Das Thor wurde auf Befehl der Frau von Altenſteig weit geöffnet, obgleich der Zug noch eine Viertelſtunde auf dem gewundenen Burgwege zu reiten hatte, ehe er daſſelbe erreichte; dann ging die Dame, ihrem Gemahl die fröh⸗ liche Kunde, die ihm bereits hinterbracht worden war, zu beſtätigen, wobei ſie es nicht unterlaſſen konnte, ihm lieb⸗ reich ſeine geſtrigen Zweifel vorzuhalten. Nicht lange dar⸗ auf konnte ſie auf dem Burgplan vor dem Thore ihre Tochter, die ſich bei ihrer Erſcheinung, ohne fremde Hülfe abzuwarten, raſch vom Pferde ſchwang, an das Herz drücken. Das war ein inniger Herzdruck von beiden Seiten: zwei Jahre lang hatten ſie ſich nicht geſehen! Dann wandte ſich die Mutter an den fremden Herrn, welcher ebenfalls vom Pferde geſtiegen war, um ihn als Hausfrau willkom⸗ men zu heißen und ihren Gemahl zu entſchuldigen, daß er nicht ſelbſt komme, den Gaſt zu begrüßen und ihm für das ehrenvolle Geleit ſeiner Tochter zu danken. Hedwig's blaues Auge ſchien etwas zu ſuchen und ein ſeelenkundiger


