Teil eines Werkes 
1. Bd. (1858)
Entstehung
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die ganze Reihe der Vorhügel, deren einer die Kapelle der heiligen Jungfrau und davon ſeinen Namen trug, verdeckte die Richtung Stromauf. Aber zwiſchen den Hügeln, wo eine flache Senkung in das ebene Land auslief, bot ſich eine ſchöne und ziemlich breite Durchſicht, deren Hinter⸗ grund die Thürme von Linz bildeten. Frau Eliſabeth hatte ſich gedakht, daß eine Aenderung in dem urſprüng⸗ lichen Reiſeplane, nach welchem Hedwig ſich von dem fürſt⸗ lichen Reiſezuge ſchon weit vor Linz trennen ſollte, doch wohl möglich ſei, das vielleicht der Erzherzog in Linz über⸗ nachtet habe und Hedwig von dort aus zu ihren Eltern geleitet werde. Und wie ſie in ihrer gläubigen Hoffnung feſt geblieben war, ſollte ſie dieſe nun mit Erfüllung ge⸗ krönt ſehen.

Nachdem ſie eine lange Weile hinausgeſchaut und nichts erblickt hatte, war ſie wieder an ihre wirthlichen Geſchäfte gegangen, die ſie immer für mehrere Stunden des Morgens in Anſpruch nahmen. Aber bald wurde ſie durch die Meldung abgerufen, daß ſich durch den Grund nach dem Burgwege eine kleine Geſellſchaft nahe, unter welcher der Wächter Fräulein Hedwig zu erkennen glaube. Das Herz der Mutter hüpfte hoch auf bei dieſer, im Augenblick nicht erwarteten, Nachricht; ſie eilte, ſich ſelbſt von der Wahrheit derſelben zu überzeugen, und hatte ſich kaum am Fenſter, das ſie vor Kurzem verlaſſen, gezeigt,