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der Schnelle des Gedankens durch den elektriſchen Draht
in die weiteſten Fernen getragen werden, ſehr übel beſtellt.
Poſten in deutſchen Landen gab es auch noch nicht, Briefe und Botſchaften, wenn ſie nicht gelegentlich durch allerlei „fahrendes Volk,“ das jedoch nicht immer zuverläſſig war, wie brodloſe Söldner, herumziehende Sänger oder Schüler und andere, keineswegs gut berufene Leute, befördert wur⸗ den, mußten von eigenen Boten beſtellt werden und deren Fortkommen war nirgends recht geſichert. Es mußte daher
mit geduldigem Hoffen ertragen werden, wenn die Kunde auch von den Liebſten in der Ferne oft dem ſehnenden
Herzen zu lange ausblieb. So ging auch Frau Eliſabeth in ſtiller Geduld zu Bett und hatte Kraft genug, ihren Gemahl ſelbſt auf den Fall vorzubereiten, daß in den nächſten Tagen noch gar nichts von Hedwig verlaute.
Davon wollte er aber nichts wiſſen.—„Was die Hetti
verſpricht, das hält ſie auch,“ ſagte er.„Sie hat uns ganz beſtimmt durch den Pilger, der vor drei Tagen hier einſprach, ihre Ankunft auf heut beſtätigt— kann ſie nicht kommen, ſo ſchickt ſie Botſchaft; es wäre doch ſchlimm, wenn von allen jungen Geſellen am Hofe ſich Keiner fände, der unſerm Kinde zu Dank, oder meinethalb auch der Prinzeſſin zu Dank, die unſere Hetti lieb hat, einen Ritt nach dem Altenſteig unternehmen wollte. Ich wäre für Dich bis Rom geritten, Elſi.“
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