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der Südländerinnen Art, aber wunderſchön von Geſtalt und blühend wie eine Roſe war—“
„Ei, Hager,“ unterbrach ihn die Frau lächelnd,„er⸗ zählſt Du mirs wieder? Hab' ich doch immer geſagt, daß Dir die ſchöne Kaiſerin das Herz geſtohlen hat und Du ſie nimmer vergeſſen kannſt.“
„Nun, Elſi, ich hab' ſie verehrt, weil ſie meines Herrn guter Engel hätte werden können. Mein Herz haſt Du mir auch nicht geſtohlen, aber ich hab' Dir's geſchenkt und ich denke, Du wirſt Dir's halt gut aufgehoben haben. Das wollt' ich Dir erzählen! Denn wie der Kaiſer blaß geworden, als er am Thore von Siena die Prinzeſſin Eleonora erblickt, ſo bin ich auch blaß geworden zu Neu⸗ ſtadt, da ich Dich unter den Fräulein ſtehen ſah, ſo lieb und ſchön, daß ich gar keine Augen für eine Andere hatte. Der Kaiſer aber wurde blaß, weil er erſchrack— mir aber lief alles Blut zum Herzen, weil—“
„Jetzt ſchäm' Dich gleich, Hager!“ unterbrach ſie ihn wiederum.„Da, gieb mir die Hand, wir ſind alt ge⸗ worden mitſammen und lieb haben werden wir uns, bis der gnädige Gott ruft, damit iſt's gut.“
Wie täuſchte doch der Anblick der grauen Feſte, welche auf den Wanderer, der ſie weiter nicht kannte, ſtets einen unheimlichen Eindruck machte! Auf ihrem Vorſprunge, von wo ſie das tiefere Land beherrſchte, unter den Bäumen


