Teil eines Werkes 
1. Bd. (1858)
Entstehung
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Alles zurecht geſetzt hatte, damit er während ihrer Ab⸗ weſenheit nicht aufzuſtehen brauche. Er ſaß nun allein und ſah gedankenvoll in das Feuer, deſſen lodernde Glut die mächtige Geſtalt und das ausdrucksvolle Geſicht des Greiſes erhellte. Wohin konnten ſeine Gedanken ſich richten, als in die Vergangenheit, da ſeine Gegenwart wenig bot, das des Nachdenkens bedurfte, und für die Zu⸗ kunft ihm wohl nur noch eine kurze Spanne Zeit zuge⸗ meſſen war? Das Bild ſeiner Tochter, des letzten ſpäten Sprößlings aus ſeiner glücklichen Ehe, führte ihn in die Erinnerungen alter Tage zurück. An demſelben Hofe, den ſie jetzt zierte als Kammerfräulein der ſchönen kaiſerlichen Prinzeſſin, hatte auch ihre Mutter dereinſt gelebt, dort hatte er, der Jugendgenoſſe Kaiſer Friedrich's, ſie kennen gelernt und heimgeführt. Wer ſollte ſein Kind, ſeinen Lieb⸗ ling einſt heimführen? Die Söhne, mit denen ſeine Ehe geſegnet geweſen war, hatten alle den Tod auf den Schlacht⸗ feldern ſeines Herrn, des Kaiſers, gefunden, nur die Tochter war ihm übrig geblieben, und verarmt, wie er war, durch die Kriegszüge und die Noth der Zeiten, konnte er ihr nicht eine reiche Mitgift ſchenken, welche viel Freier angezogen hätte. Aber ſie beſaß viel köſtlichere Gaben, als er ihr hätte weihen können, und dieſe hatte ſie von ihrer Mutter geerbt: Liebreiz, Herzensgüte, heitern Sinn! Dem Greiſe ging die alte Zeit ſo lebendig auf, daß er, wie aus einem