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an ſich zog. Von dorther erwartete ſie ja ihr Kind, für welches ſie eben ſo inbrünſtig gebetet hatte. Die Felder waren bereits leer; hätten ſie noch in voller Pracht ihres Fruchtſegens geſtanden, ſo würde man ſchwerlich die ge⸗ wundene Straße haben beobachten können, denn in jenem üppigen Boden treiben die Halme ſo hoch, daß ihre Aehren wohl einem Reiter zu Kopf ragen. Aber ſo weit man den Weg, der von der großen Straße längs der Donau ſchon eher, als ihn hier der Geſichtskreis erreichte, ſich getrennt hatte und ſchräg durch das Land ſchneidend nach den Bergen führte, zu überſchauen vermochte, war er eben ſo leer, als die Felder, auf denen ſich weit und breit kein Menſch ſehen ließ, denn es war damals eine gar böſe Zeit in Oeſterreich. Wie konnte nur die Frau auf dem Marienberge wagen, ſich allein droben ſehen zu laſſen, wo vielleicht in dem nächſten Gebüſch, das ſich um den Fuß des Hügels zog, eine ruchloſe Rotte lauerte, ſie zu überfallen und gefangen hinweg zu führen, um von ihr ein ſchweres Löſegeld zu erpreſſen? Dort die graue, kleine Feſte, auf einem Berg⸗ vorſprunge, kaum eine halbe Stunde entfernt, hätte man nur den tiefen Grund zwiſchen ihr und der Kapelle graden Weges durchſchreiten können, die Feſte mit dem grauen, verwitterten Gemäuer ſah ganz danach aus, als ſei ſie der Horſt irgend eines Raubadlers, der von dort auf die fried⸗ lichen Wanderer ſtieß und ſeine Beute hinauf trug, damit


