Teil eines Werkes 
2. Bd. (1859)
Entstehung
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gleichfalls. Da wachte der Greis mit einem Mal auf in Folge eines Geräuſches, welches der Dreh⸗ riegel des Fenſters, indem er ſich um ſich ſelbſt drehte, machte. Er riß die Augen auf und nahm mit einem Staunen, worein Entſetzen ſich miſchte, einen breiten Silberſtreifen wahr, den der Mond durch die hölzerne Rolljalouſie hindurch auf den Bo⸗ denteppich warf. Einen Augenblick wurde dieſer Strahl verfinſtert durch den Körper eines Mannes, der ins Zimmer hereinſprang und ſtumm, nach Art eines Tigers, auf das Bett zuſtürzte. Herr Gorſaz verſuchte es aufzuſtehen; noch ehe er aber einen Schrei ausſtoßen oder die Klingelſchnur erhaſchen konnte, ſah er ſich gepackt und aufs Bett zurückge⸗ ſchleudert von dem offenbar in verbrecheriſcher Ab⸗ ſicht Eingedrungenen, der ihn mit der einen Hand an der Kehle faßte und die andere mit einem langen, offenen Meſſer waffnete, welches zwiſchen ſeinen beiden Zahnreihen ſtak.

Gnade, Gaade... Bonnemain! murmelte der Greis, der beim Mondſchein endlich den Mör⸗ der erkannt hatte.

Keine Sylbe, ſonſt ſtoße ich zu! antwortete der Exbagnomenſch mit leiſer Stimme.Hören Sie: Sie werden aufſtehen, den Secretär aufſchließen und mir das Geld geben. Wenn Sie ſtill ſind, ſo ge ſchieht Ihnen kein Leid; verſuchen Sie es aber, auch nur ein Wort zu ſprechen, ſo laſſe ich Ihnen das Blut wie einem Hühnchen ab. Verſtanden?

Starr vor Schrecken, gab Herr Gorſaz ein be⸗ jahendes Zeichen; dann richtete er ſich mit Bonne⸗ main's Hülfe, der aus Vorſicht ihn am Arme feſt⸗ hielt, wieder auf, zog aus ſeiner Rocktaſche einen Schlüſſel heraus, öffnete den Secretär und brachte aus