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von Eiſen Vor der Hand aber war es ein Glück, daß ich eine ſo derbe Fauſt habe; ſonſt würde das arme Geſchöpf zu dieſer Stunde wohl keinen Arzt mehr brauchen.. Das iſt aber noch nichts... heute Morgen iſt eine ſchöne Geſchichte paſſirt!“
„Iſt Herr Gorſaz hereingekommen?“ fragte der Arzt lebhaft.
„Sie haben's errathen. Madame aber iſt als⸗ bald in Zuckungen gerathen, die über zwei Stunden gedauert haben. Zu vieren mußten wir ſie halten, und nur mit unendlich vieler Mühe iſt man Herr über ſie geworden. Als ſie keine Kräfte mehr hatte, iſt ſie vor Mattigkeit eingeſchlafen; indeſſen will es mich bedünken, daß dieſer Schlaf nichts Gutes verkündet.“
Hier ward der Bericht der Krankenwärterin durch ein ſchwaches Geräuſch, welches die ſich halb⸗ öffnende Thüre machte, unterbrochen. Raſch wandte der Arzt den Kopf um und gewahrte den auf der Schwelle ſtehenden Gorſaz. Auf ihn losſtürzen und ihn in das andere Zimmer zurückſtoßen, war das Werk eines Augenblickes.
„Sie dürfen nicht herein!“ herrſchte er ihm zu; „heute Morgen ſchon haben Sie meine Abweſenheit benützt; in dieſem Augenblicke aber müſſen Sie mir gehorchen. Was haben Sie hier zu ſchaffen? Wol⸗ len Sie ſie vollends umbringen?“
„Sie ſchläft,“ gab der Greis unterwürfig zurück. „Ich bitte Sie inſtändig, Herr Doctor, laſſen Sie mich hinein. Was befürchten Sie? Sie ſchläft ja; ſie wird mich alſo nicht ſehen.“
„Wiſſen Sie nicht, wie merkwürdig die Gabe des Hellſehens im Schlafe bei ihr iſt? Selbſt im Schlafe würde ſie ahnen, daß Sie da ſind.“


