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ter Miene den Wahrſpruch der Jury vernommen; als aber der Präſident das vom Hofgefällte Urtheil verlas, welches ihn mit zwanzigjähriger Strafarbeit in einem Bagno belegte, da ließ er das Haupt auf die Bruſt herabſinken und ſaß eine Weile wie vernichtet da.
„Alphons,“ ſprach er endlich, die Worte kurz abſtoßend, zu dem neben ihm ſitenden Vertheidiger, „du haſt gethan, was du gekonnt, und ich danke dir; iſt aber der Augenblick gekommen, ſo erinnere dich deines Verſprechens.“
„Es iſt kein Todesurtheil!“ antwortete der junge Advocat, auf deſſen Geſicht Todesbläſſe ſich gela⸗ gert hatte.
„Das Urtheil iſt ſchlimmer als tauſend Todes⸗ urtheile,“ verſetzte der Verurtheilte energiſch;„willſt du denn, daß ich auf die Galeeren gehe? Gedenke deines Schwures, ſage ich dir. Du haſt mir das Le⸗ ben nicht retten können, ſo rette mir nun die Ehre!“
Er neigte ſich noch mehr zu ſeinem Freunde hin; ihre Hände begegneten ſich und tauſchten einen langen und geheimnißvollen Druck aus.
Als Arthur ſich wieder aufrichtete, ſah er plötz⸗ lich aus der im Prätorium ſich drängenden Men⸗ ſchenmenge ein hohles, unheimliches Geſicht empor⸗ tauchen, deſſen verzehrende Augen mit einem Aus⸗ drucke wilden Triumphes ſich auf die ſeinigen hefteten.
Auf die Wuth dieſes Blickes antwortete der Verur⸗ theilte mit dem ruhigen und verächtlich⸗ſtolzen Lächeln des Mannes, der über ſein Schickſal erhaben iſt.
„Herr Gorſaz,“ ſprach er mit feſter Stimme, „ſehen Sie mich recht an, damit ich in der Stunde
Ihres Todes Ihnen gegenwärtig bin.“ Mit dieſen Worten ſtützte Arthur die Spitze


