Teil eines Werkes 
2. Bd. (1859)
Entstehung
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Indem Lucie dieſe letzteren Worte ſprach, ſchloß ſie taumelnd die Augen. Eine Todesbläſſe war auf ihrem Geſichte an die Stelle der feurigen Röthe ge⸗ treten, womit das Fieber es bedeckt hatte. Die übernatürliche Energie, die ſie bis dahin aufrecht gehalten, war mit einem Male verſchwunden, gleich⸗ wie die Flamme einer Lampe unter einem unſanften Hauche erliſcht. Doctor Mallet, der vom Fuße der Eſtrade aus den geringſten Bewegungen der jungen Frau mit wachſamer Angſt folgte, ſprang auf ſie zu und fing ſie in dem Augenblicke, wo ſie fiel, in ſeinen Armen auf. Mehrere Männer eilten her⸗ bei, um ihn zu unterſtützen, und ſo ward Lucie alsbald in das Zeugenzimmer gebracht. Hier blieb ſie eine Zeit lang leblos; bald aber folgten auf dieſe Ohnmacht Zuckungen, die gräßlicher waren als alle nervöſen Kriſen, die ſie bis dahin durchgemacht.

Die Sitzung iſt auf eine halbe Stunde ſuſpen⸗ dirt, ſprach der Präſident, der ſich keine Hoffnung machte, Stille und Aufmerkſamkeit ſogleich zurück⸗ kehren zu ſehen.

Dieſe Worte entfeſſelten den Sturm vollends, und mit einem Mal gewann jetzt das Auditorium das Ausſehen einer hohl gehenden See. Hundert gleich laute Geſpräche knüpften ſich zu gleicher Zeit an. Das Benehmen der Frau Gorſaz wurde der unerſchöpfliche Text der heftigſten und disparateſten Commentare. Die Einen fanden ſie wahnſinnig, die Andern entſetzlich; noch Andern war ſie ſublim. Im Allgemeinen waren die alten Leute der erſteren Meinung, das Weibervolk aber der zweiten, die jungen Leute endlich der dritten. Iſt dieſer v. Aubian einmal ein glücklicher

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