Teil eines Werkes 
2. Bd. (1859)
Entstehung
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Hauche zuſammenbrechen mußte, ſobald der es auf⸗ recht haltende ephemere Saft verſchwunden war.

Klar, und man könnte ſagen ruhig, antwortete die junge Frau auf die Formfragen, welche vom Präſidenten an ſie gerichtet wurden. Als aber der Vorſitzende ſie aufforderte, den Geſchworenen un⸗ umwunden zu ſagen, was ſie über den Mordan⸗ ſchlag, der auf ihren Gatten gemacht worden, wiſſe, ſammelte ſie ſich einen Augenblick, nicht etwa weil eine vulgäre Scheu den Entſchluß eines ſo heroi⸗ ſchen Herzens erſchütterte, ſondern um in dieſem entſcheidenden Augenblick zu einer letzten Kraftan⸗ ſtrengung ſich aufzuraffen!

Geachtet bin ich in dieſen Saal getreten, ent⸗ ehrt werde ich ihn verlaſſen, ſprach ſie endlich mit veränderter, aber vibrirender Stimme.Aber es hat das nichts zu ſagen! Hier, wo es ſich um meine Ehre und um ſein Leben handelt, kann meine Wahl nicht lange zweifelhaft ſein. Seit zehn Monaten iſt Arthur v. Aubian mein Geliebter... Ja, Ar⸗ thur v. Aubian iſt mein Geliebter, wiederhoite ſie mit unglaublicher Energie und gebot mit einer be⸗ herrſchenden Geberde dem durch dieſe Worte her⸗ vorgerufenen Lärm Schweigen,ſeit zehn Mo⸗ naten empfange ich ihn Nachts oft in meinem Zim⸗ mer. Im Augenblicke des Attentats erwartete ich ihn; hat man ihn im Park gefunden, ſo kommt dieß einzig und allein daher, daß er, um bis zu mir zu dringen, keinen andern Weg hatte. Arthur iſt alſo, ich wiederhole es, mein Liebhaber. Wer wird jetzt noch zu ſagen wagen, daß er ein Mörder ſei?

Ich, ſprach Herr Gorſaz, wutherfüllt ſich er⸗ hebend.