Teil eines Werkes 
2. Bd. (1859)
Entstehung
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bändigen, jedoch nicht unfreiwilligen Geberde nach ihrem Liebhaber beide Arme aus und ſchrie mit gellender Stimme:

Arthur, hier bin ich!

Dieſer hülfeverkündende Ruf, der ſich dem Brül⸗ len einer verwundeten Löwin vergleichen ließ, hatte die Wirkung, daß durch die tauſend Adern der nach Emotionen lüſternen und in dieſem Augenblick über Erwarten befriedigten Menge ein elektriſcher Schau⸗ der hinlief. Inmitten der allgemeinen Betäubung erhoben ſich zwei Männer, der Gatte und der Lieb⸗ haber, und zwar bebte der erſte vor Wuth, der zweite aber vor Mitleid.

Das iſt ein Zug des Wahnſinns, rief Herr Gorſaz;man kann die Ausſage einer Wahnſinni⸗ gen unmöglich gelten laſſen, und ich verlange da⸗ her, daß ſie gar nicht verhört werde.

Ich wahnſinnig! ſprach Lucie, ihrem Gat⸗ ten einen herausfordernden Blick zuwerfend und zum Vorſitzenden ſich wendend;verhören Sie mich, Herr Präſident, Sie werden dann bald ſehen, ob ich wahnſinnig bin, ob ich Ihre Fragen nicht ver⸗ ſtehe, ob ich nicht ganz vernünftig darauf antworte. Ich wahnſinnig! vielleicht bald; jetzt aber habe ich noch meinen vollen Verſtand: ich weiß, was ich thue und ſage.

Madame, werden Sie doch ruhiger; ich will Sie verhören, antwortete der Präſident, der in Luciens Augen die drohenden Funken eines durch Widerſpruch leicht zum Aeußerſten getriebenen Wahn⸗ ſinns blitzen ſah.

Herr Präſident, ich widerſetze mich entſchieden der Vernehmung der Zeugin, hob Herr Gorſaz

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