Teil eines Werkes 
2. Bd. (1859)
Entstehung
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Ich verſtehe: aus Ehrgeiz haſt du die Liebe hinweggemäht, gleichwie man von den Blüthen einen Theil ausreißt, um die Frucht zu verbeſſern; du haſt ein Löſchhorn über den Vulkan gelegt, um den Krater fruchtbar zu machen. Du Cromwell!

Ja, aber es tobt der Vulkan in ſeinem Innern.

Am Vorabend deiner Hochzeit! Geh', du ſchwatzeſt dummes Zeug. Einſt pflegteſt du mir zu predigen: nun iſt die Reihe an mir. Wie! wenn ich dir Glauben ſchenken darf, ſo iſt dir das Un⸗ geheure gelungen, daß du ſo weiß wie Hermelin aus den pontiniſchen Sümpfen der Jugend hervor⸗ gegangen, worin ſo viele Andere Vermögen, Ge⸗ ſundheit, Illuſionen, bisweilen ſogar ihre Ehre ver⸗ loren, und gerade in dem Augenblicke, wo du die Frucht dieſes Heldenthums in einer ohne Zweifel vortheilhaften Verbindung ernten ſollſt...

Allerdings iſt die Verbindung eine ſehr vor⸗ theilhafte..

Wankſt du? 3

Ja. Seit einiger Zeit verfolgt mich eine teuf⸗ liſche Verſuchung; ich ſage mir ſelbſt, daß ich mein Leben verfehlt, daß ich meine ſchönſten Jahre ver⸗ loren, daß ich, indem ich der Zukunft die Gegen⸗ wart geopfert, einen wirklich tollen Handel geſchloſ⸗ ſen; denn iſt derjenige, welcher eine ſchöne Ernte auf dem Halme verdorren läßt, minder wahnwitzig als derjenige, welcher ſie ſchon im halbreifen Zu⸗ ſtande verzehrt? Tauſenderlei geile und revolutio⸗ näre Gedanken wachſen vom Morgen bis zum Abend in meinem Kopfe, hauptſächlich ſeit meine Heirath eine ausgemachte Sache iſt. Und bin ich, im Grunde