Teil eines Werkes 
2. Bd. (1859)
Entstehung
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einer Langſamkeit, die ohne Zweifel vom Gefühl der Würde dictirt war. Man fuhr durch die St. Peter's⸗Vorſtadt bis zu dem Platz am Ende der St. Stephansſtraße, und endlich hielt der Wagen, faſt der St. Michaelskirche gegenüber, vor einem ziem⸗ lich ſchönen Hauſe, deſſen Vorderſeite mit ihrem ernſten kalten Styl zu dem veralteten Ausſehen des Gefährts trefflich paßte.

Nachdem die beiden Damen ausgeſtiegen waren, nahm der junge Mann von ihnen Abſchied unter Verbeugungen, die einer Königin hätten genügen können; ſobald aber die Hausthüre ſich hinter ihnen geſchloſſen hatte, trat in ſeinen Mienen ein plötz⸗ licher Wechſel ein; denn waren ſie bisher ernſt und, ſo zu ſagen, feierlich geweſen, ſo nahmen ſie nun etwas Bewegtes, Unruhiges, Ungeſtümes an. Er ging alsbald wieder nach dem Park, und er lief mehr, als daß er ging. Kaum an der Promenade angekommen, fing er an, ſie nach allen Richtungen zu durcheilen: wurde die Menge ihm zu dicht, ſo bahnte er ſich mit Ellenbogenſtößen einen Weg; da⸗ bei verfing er ſich mit den Füßen in den Kleidern der Frauenzimmer, deren Gigotärmel er unbarm⸗ herzig zuſammendrückte; es war ihm völlig gleich⸗ gültig, ob er auf den Alleenſand oder auf die Füße der Spaziergänger trat; die Stühle, die ihm im Wege ſtanden, warf er um, und es war auch nicht eine Menſchengruppe, in die er die Naſe nicht hin⸗ einſteckte.

In einer kleinen Stadt iſt jede Bagatelle ein wichtiges Ereigniß, und ſo konnte es denn nicht fehlen, daß dieſes antiſociale Gebaren bald allge⸗