Teil eines Werkes 
2. Bd. (1859)
Entstehung
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baren Familienglanz heftet. Was den Cavaliere servente betrifft, ſo hätte die Art, in der er der älteſten der beiden Damen den Arm gab, einem ge⸗ übten Beobachter genügt, um ihn die Natur der Beziehungen, welche zwiſchen ihnen exiſtiren mußten, errathen zu laſſen. Offenbar gehörte der mit der Grazie eines etruskiſchen Gefäßhenkels gerundete Arm weder der ehemänniſchen Guichgultigkeit noch der filialen Vertraulichkeit; ebenſo wenig erkannte das Auge darin die anziehende Verſchlingung der Liebe oder die uneigennützige Höflichkeit eines Frem⸗ den, der eine bloße geſellſchaftliche Pflicht erfüllt; es hatte ſein Aeußeres etwas Eigenthümliches, etwas Aufmerkſames, etwas übertrieben Gefälliges, etwas Höflingartiges, was, wenn man es in der Art und Weiſe, in der der junge Mann beim Gehen ſich neigte, um ſeine Begleiterinnen beſſer zu hören, ſowie mit der ängſtlichen Sorgfalt zuſammenhielt, womit er ihnen immer den beſten Weg ſuchte, ihn unfehlbar in die Claſſe der künftigen Schwieger⸗ ſöhne, jener Individuen des Thierreichs, welche ſich auf das Armgeben am Meiſterlichſten verſtehen, reihen mußte.

Als das Trio aus dem Parke trat, ging es auf einen Wagen von gothiſcher Form, der an ſeinen beiden Schlägen mit einem Wappenſchilde geziert war, zu. Von zwei Donmeſtiken gereiften Alters bewacht, ſtand derſelbe am Eingang des Corſo. Sobald die beiden Damen, immer in Begleitung ihres Cavaliers, ſich geſetzt und die Lakaien auf den ihnen angewieſenen Sitzen ſich gravitätiſch in⸗ ſtallirt hatten, rollte die Kutſche der Stadt zu mit