Teil eines Werkes 
1. Bd. (1859)
Entstehung
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barer Kampf in ſeinem Innern vor ſich; endlich verbeugte er ſich vor dem einzigen Gegenſtande ſeiner Anbetung und ſprach mit einer Stimme, die ebenſo gebrochen war wie ſein ganzes Weſen:

Ich mache Ihnen Furcht, Madame?

Dann lächelte er, wie etwa ein Todter zu thun vermöchte, den man der Wirkung des Galvanismus ausſetzt.

Ermance ſtammelte eine unverſtändliche Antwort, und es wurden von beiden Seiten einige unzuſam⸗ menhangende Worte gewechſelt. Der Greis ent⸗ hielt ſich, irgend etwas zu ſagen, was auf ſeine frühere Leidenſchaft Bezug gehabt hätte; indeſſen ſprach ſeine gräßliche Metamorphoſe für ihn. Zwi⸗ ſchen dem adoniſirten, geſchminkten, parfümirten, ſeine Ueberreſte nach Art einer Kokette pflegenden ſechzigjährigen Gecken und dem nachläſſig und ſchmutzig gekleideten Spieler mit dem langen Barte lag ein Abgrund, den bloß die ungeheuerſte Täu⸗ ſchung hatte ausfüllen können.

Ein kleiner kurzer Schlag, der mit dem Rechen des Croupier gegen den grünen Teppich geführt wurde, verkündigte die Fortſetzung des Spiels. Bei dieſem Rufe fuhr Herr Lareynie mit der Hand über die Stirn, wie ein Menſch, der da aufwacht, und verabſchiedete ſich mit einer ſtummen Verbeu⸗ gung von Ermance.

Sie ſpielen alſo? fragte ſie ihn in einem des Vorwurfs, worin Theilnahme ausgedrückt ag.

Ich habe heute Abend ſchon fünfzehntauſend Franken verloren, antwortete er kalt.