Teil eines Werkes 
1. Bd. (1859)
Entstehung
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ſogar bekennen, daß Sie perſönlich verdammt ge⸗ ſcheid gehandelt, indem Sie dieſe Heirath der vor⸗ gezogen, welche ich zu Stande bringen wollte. He! wenn Sie die Andere geheirathet hätten, wie curios würden Sie jetzt ausſchauen!

Was meinen Sie damit? fragte Randeuil.

Wie! Sie haben von Fräulein Lareynie's Abenteuer noch nicht gehört?

Ich weiß nicht das Mindeſte: wir kommen eben aus Holland und ſind ſeit einem Vierteljahre gar nicht mehr auf dem Laufenden.

So hören Sie denn, mein lieber Herr: Fräu⸗ lein Abeille, Ihre ehemalige Paſſion, die, Dank der Nachläſſigkeit ihres Vaters, in ihrer Penſion eine abſcheuliche Erziehung erhalten und ſich den Kopf mit Romanen angefüllt hat Fräulein Abeille, iſt eines ſchönen Morgens mit einem Clavierlehrer durchgegangen, der nichts zwiſchen die Zähne zu legen hat als ſeine Finger. Wohin ſie gegangen, das weiß der liebe Gott; indeſſen glaubt man, daß ſie in England ſind. Was ſagen Sie dazu? Sie ſind wahrlich noch gut weggekommen!

Abeille entführt, und zwar jetzt in allem Ernſte! ſprach Randeuil bei ſich ſelbſt.Es hatte meine Frau Recht: das Durchgehen war bei dieſer kleinen Penſionärin ein wahrer Beruf.

Sie können ſich leicht denken, welcher Schlag dieß für den Oberſten geweſen, der kaum wieder geneſen war und Ihre Heirath faſt zu gleicher Zeit erfahren hat. Einige Tage lang habe ich geglaubt, daß er mir noch ganz von Sinnen kommen würde,