Teil eines Werkes 
1. Bd. (1859)
Entstehung
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genehme Nachricht die Wiedergeneſung des Oberſten ernſtlich behindern. Die beiden Liebenden umgaben alſo den feierlichſten Act ihres Lebens mit einer ſolchen Menge geheimnißvoller Vorſichtsmaßregeln, daß ein Uneingeweihter hätte auf den Glauben kommen können, es finde hier eine ſtrafbare Hand⸗ lung Statt. Nach dem prieſterlichen Segen ver⸗ ließen ſie alsbald Paris, um die pathetiſche Scene zu vermeiden, die ein Zuſammentreffen mit dem faſt vollſtändig wiederhergeſtellten alten Oberſten unfehl⸗ bar zur Folge gehabt hätte. An einem heiter⸗ lächelnden Frühlingsmorgen rollten Ermance und Hippolyt in einer Poſtchaiſe, wo nur zwei Platz hatten, auf der nach Belgien führenden Landſtraße dahin, und ſo wenig dieſer Weg auch Schönes hat, ſo däuchte er doch unſerem Paare ein langes Ro⸗ ſenbett zu ſein. Ehe ſie auf der zweiten Station anlangten, deutete der junge Gatte auf eine an der Seitenallee ſtehende verdorrte Ulme.

Dieſen Baum liebe ich, ſprach er:ich möchte ihn in unſerem Garten haben.

Wenn wir einmal einen Garten haben, gab Ermance zurück;er iſt überaus häßlich, dein Baum.

Allerdings, aber er erinnert mich an den erſten Tag meines Glückes: hier habe ich den Wagen um⸗ kehren laſſen, worin ich Fräulein Lareynie entführte.

Wie! du biſt ſo böſe geweſen, mich auf dieſe häßliche Straße zu führen? ſprach die junge Frau mit ſchmollender Miene.Sie gefällt mir gar nicht: kehren wir nur wieder um!