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„Nein, aber es mißfällt mir; denn ich will der einzige ſein, der Sie ſo liebt.“
Es ſchien der Himmel Randeuil's mörderiſchen Wunſch zu erhören: endlich wirkten die heftigen Ge⸗ müthsbewegungen, welche der Oberſt ſeit einiger Zeit gehabt, auf ſeine durch Kriegsſtrapazen ſchon längſt geſchwächte Conſtitution zurück. Nach einem Balle, wo er Frau Düpaſtel hatte drei Contretänze mit ſeinem Rivalen tanzen ſehen, fühlte er ſich von Froſtſchauern durchrieſelt; darauf ſtellte ſich das Fieber ein, und ſo ſehr ſich auch der Greis wider die ärztlichen Befehle ſträuben mochte, ſo blieb ihm am Ende eben doch nichts übrig, als das Bett zu hüten. Nachdem ſeine Krankheit nicht mehr ſo ernſt war, mußte er gleichwohl noch einem ſtrengen Reg⸗ lement ſich unterwerfen und alle Geſellſchaft meiden. Hippolyt blieb alſo Herr des Bodens und verfolgte ungeſäumt ſeinen Vortheil. Die liebevolle Anhäng⸗ lichkeit, welche Frau Düpaſtel ihm geweiht, war zu lebhaft und zu ernſt, als daß ſie nicht ſogar das Andenken an einen Greis hätte austilgen müſſen, den man nicht mehr ſah, und der der jungen Frau immer nur ein mitleidsvolles Intereſſe einzuflößen gewußt hatte.
Bei der Nachricht von Lareynie's Wiedergene⸗ ſung willigte Ermance endlich ein, den Tag einer Heirath feſtzuſetzen, wovon ihr Geliebter unauf⸗ hörlich ſprach und die ihre Liebe krönen ſollte, in⸗ dem ſie ſie für eine rechtmäßige erklärte; aus einer ihr angeborenen Herzensgüte aber ſollte die Feier⸗ lichkeit in aller Stille und Heimlichkeit vor ſich gehen, da ſie befürchtete, es möchte eine ſo unan⸗


