Teil eines Werkes 
1. Bd. (1859)
Entstehung
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war, die Heftigkeit der Leidenſchaft, deren Gegen⸗ ſtand ſie war, ſich noch größer vorzuſtellen, als ſie wirklich war.Ihr dürfet Euch hier nicht mehr treffen.

Damit ſagen Sie, daß Sie ihm Ihre Thüre ſchließen wollen um was ich Sie eben bitten wollte. Ich kann nicht dulden, daß dieſer Caſſander jeden Augenblick zu Ihnen kommt, um Ihnen mit ſeinen patriarchaliſchen Prahlereien böſes Blut zu machen.

Ihm meine Thüre ſchließen! Kann ich das? ſprach ſie mit einer Miene, welche ſagte, daß ihr däs nicht ſo ganz recht ſei.

Wer hindert Sie daran?

Tauſend Gründe, du mein Gott! Er iſt ſeit einiger Zeit ſo gequält worden! Ein ſolches Ver⸗ fahren würde ihn zum Aeußerſten treiben; er iſt über ſechzig; in einem ſolchen Alter haben ſtarke Gemüthserſchütterungen nur allzu oft die unheilvoll⸗ ſten Reſultate; auch wundert es mich ſehr, daß er nicht ſchon krank geworden.

Könnte ich ihm eine tüchtige Bruſtentzündung beſorgen....

Was denken Sie, Hippolyt! Ich wäre mein Leben lang untröſtlich, wenn dem armen Manne um meinetwillen Unheil wiberführe.

Ein armer Mann! Leibhaftiger Teufel, müſſen Sie im Gegentheil ſagen. Begreift man, wie in einer ſo alten Lampe noch ſo viel Oel ſein kann? Er liebt Sie eben wahnſinnig!

Das wundert Sie? ſagte Frau Düpaſtel lä⸗ chelnd.