Teil eines Werkes 
1. Bd. (1859)
Entstehung
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verſtändniß verrathen. Als ein Zeuge dieſer Ueber⸗ einſtimmung, welche tauſend dem Anſchein nach un⸗ bedeutende, in ſeinen Augen jedoch nur allzu be⸗ deutſame Umſtände jeden Augenblick verriethen, litt Herr Lareynie der Reihe nach die ſchmerzlichſten Martern der Eiferſucht. Keine Grenzen mehr aber hatten ſeine Befürchtungen, als er von General Thorignon erfuhr, daß Randeuil auf Abeille's Hand für immer verzichte.

Was hofft er denn? ſprach er mit einem Pa⸗ roxismus von Zorn bei ſich ſelbſt.Sollte er etwa Ermance heirathen wollen?

Von dieſem Gedanken gegeißelt, den er bis daher von ſich gewieſen hatte, begab ſich der alte Militär zu Frau Düpaſtel.

Es währt ſchon allzu lange, hob er an,daß Sie den Augenblick meines Glücks hinausſchieben. Das lange Warten bringt mich um, und nun ertrage ich es nicht länger. Nicht eher verlaſſe ich Sie, als bis Sie den Tag unſerer Hochzeit feſtgeſetzt.

Ich habe Ihnen bereits geſagt, daß ich erſt dann heirathen würde, wenn Sie Herrn Randeuil die Hand Ihrer Tochter gäben, entgegnete die junge Frau, die aus purem Mitleid dem Greiſe die Wahr⸗ heit nicht zu ſagen wagte und vermittelſt dieſer et⸗ was jeſuitiſchen Antwort aus einer ſchwierigen Stel⸗ lung herauszukommen ſuchte.

Aber ich gebe ſie ihm ja, rief der Oberſt;er iſt es, der ſie nun nicht mehr will, und wohl kenne ich den Grund dieſer ſeiner Weigerung.Er liebt Sie, Madame. Nie zwar habe ich daran gezwei⸗ ſelt, aber nun geht er einen Schritt weiter; er hofft