Teil eines Werkes 
1. Bd. (1859)
Entstehung
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Sie aber, ſprach Hippolyt zögernd.ver⸗ zeihen Sie mir dieſe Indiscretion. heirathet denn Herr Lareynie Sie nicht... und das bald?

Nie! ſprach Ermance.

Nie? O! bitte, ſprechen Sie doch dieſes Wort noch ein Mal.

Was iſt Ihnen denn? verſetzte ſie, ihn ſcharf anblickend.

Es iſt mir was ſoll ich ſagen? 6s iſt mir ſo unendlich wohl, daß ich mich in einem Zauberlande glaube, und mit wahrer Wolluſt athme ich neu auf. Sie werden ihn alſo nicht heirathen? Sie haben das Wort nie ausgeſprochen, und dieſes Wort ſoll mir ein heiliges ſein! Die Jugend, die Schönheit, der Geiſt, die Grazie, kurz all die gött⸗ lichen Gaben, wornach dieſer Greis lüſtern war, werden alſo ſeiner profanirenden Hand entgehen. Sie haben begriffen, daß eine ſolche Heirath eine Sünde wider Gott wäre: nicht wahr? Was würde aus Ihren friſchen Jahren werden, wenn Sie ein⸗ mal unwiderruflich an dieſe Maſſe von Abgelebtheit gekettet wären? Wohl wirft man Roſen auf ein Grab, nicht aber wirft man ſie in dasſelbe hinein. Wie grauſam, wie ſchmählich! Bald wird er ſterben, während Sie erſt recht anfangen zu leben. Wie könnten zwei Exiſtenzen ſich mit einander verbinden, wovon die eine im Blühen begriffen, die andere ſchon Staub iſt? Sie haben gelitten, und darum haben Sie ein Vorurtheil gegen die Jugend; grenst aber nicht der Urtheilsſpruch, wodurch Sie ſie ver⸗ dammen, an Ungerechtigkeit, da Sie gar keine Aus⸗ nahmen zugeben wollen? Wie! weil ein erſter