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„Wünſchen Sie denn noch eine Andere zu tref⸗ fen? ich meine Fräulein Lareynie; die iſt eben da geweſen und ich bedaure nun, daß ich ſie nicht habe empfangen können; aber ich konnte ja nicht wiſſen, daß Sie kommen würden.“
„Verlangte es mich, Fräulein Lareynie zu ſehen,“ antwortete Hippolyt mit kalter Miene,„ſo würde ich zu ihrem Vater gehen, anſtatt zu Ihnen zu kommen.“
„Ah! der Oberſt empfängt Sie alſo und Sie gehen hin?“ fragte die Wittwe, eine ſitzende Stellung annehmend.
„Ich glaube wenigſtens, daß ich hingehen könnte.“
„Ich begreife: Sie haben von dieſem Rechte keinen Gebrauch machen wollen, ohne mir zuvor den errungenen Erfolg mitzutheilen. Es iſt gut
ich ſehe, daß ich wenigſtens keinem Undankba⸗ ren einen kleinen Dienſt erwieſen.. Ich habe Herrn Lareynie ſchon ſeit einigen Tagen nicht mehr geſehen.. ich bin ſo leidend, daß ich Niemand em⸗
ſhngen tann ich weiß nicht, was vorgeht.
iſt alſo Alles glücklich abgeſchloſſen? und. wann heirathen Sie?“
„War nicht ausgemacht worden, daß die beiden Heirathen an einem und demſelben Tage gefeiert werden ſollen?“ fragte Randeuil, deſſen durchdringen⸗ der Blick auch nicht einen Augenblick von ſeiner ſchönen und liebesſiechen Beſchützerin wich.
„Es wird nur eine einzige gefeiert werden!“ gab ſie kurz zurück.
„Die meinige oder die Ihrige?“
„Die Ihrige, o! fürchten Sie nichts!“
Bernard, Ausgew. Erzählungen. 1. 21


