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entſchuldigen kann. Du begreifſt leicht, daß Mer⸗ ville trotz der Freundſchaft, die er für dich hat, nicht der Mann iſt, die, welche du ihm im Rauſch haſt zukommen laſſen, einzuſtecken: er ſieht ein Duell als durchaus geboten an, und in ſeinem Na⸗ men komme ich jetzt zu dir. Siehſt du, ich entle⸗ dige mich nur ungern eines ſolchen Auftrags, und unter allen andern Umſtänden würdeſt du mich die Rolle eines Vermittlers haben ſpielen ſehen; aber du wirſt ſelbſt begreifen, daß hier jeder friedliche Vergleich geradezu unmöglich iſt. Meiner Treu! ich glaubte nicht, daß du im Rauſch ſo händelſüchtig ſein könnteſt: welche Raſerei iſt denn mit einem
Mal über dich gekommen? Der arme Leon hat eine über und über geſchwollene Wange.“
„Ich lachte von Neuem, erzählte darauf die
Sache ſo, wie ſie ſich zugetragen hatte, und ſtellte
damit die ſonderbare Variante, welche in Folge der Hallucinationen des Rauſches im Kopfe unſers
Freundes ſich feſtgeſetzt hatte, als das hin, was
ſie war, das heißt, als Dichtung. Beyraud theilte
meine Heiterkeit und dann gingen wir zuſammen
zu Merville, feſt überzeugt, daß es uns gelingen
würde, ihn mit ſeinem unglücklichen Abenteuer aus⸗
zuſöhnen und ihn unſere joviale Laune theilen zu
laſſen. Wir fanden ihn in einem großen Lehnſeſſel
am Kamin ſitzen, und mit ſolcher Wuth ſtörte er
in dem unſchuldigen Feuer herum, daß man glau⸗
ben konnte, er habe mit den Holzklötzchen ſeines
Kamins einen Strauß auszufechten; auf ſeinem
Schreibtiſch lag eine Kapſel mit Piſtolen, und da⸗
neben zwei drohende Degen. Alles das deutete


