Teil eines Werkes 
1. Bd. (1859)
Entstehung
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entſchuldigen kann. Du begreifſt leicht, daß Mer⸗ ville trotz der Freundſchaft, die er für dich hat, nicht der Mann iſt, die, welche du ihm im Rauſch haſt zukommen laſſen, einzuſtecken: er ſieht ein Duell als durchaus geboten an, und in ſeinem Na⸗ men komme ich jetzt zu dir. Siehſt du, ich entle⸗ dige mich nur ungern eines ſolchen Auftrags, und unter allen andern Umſtänden würdeſt du mich die Rolle eines Vermittlers haben ſpielen ſehen; aber du wirſt ſelbſt begreifen, daß hier jeder friedliche Vergleich geradezu unmöglich iſt. Meiner Treu! ich glaubte nicht, daß du im Rauſch ſo händelſüchtig ſein könnteſt: welche Raſerei iſt denn mit einem

Mal über dich gekommen? Der arme Leon hat eine über und über geſchwollene Wange.

Ich lachte von Neuem, erzählte darauf die

Sache ſo, wie ſie ſich zugetragen hatte, und ſtellte

damit die ſonderbare Variante, welche in Folge der Hallucinationen des Rauſches im Kopfe unſers

Freundes ſich feſtgeſetzt hatte, als das hin, was

ſie war, das heißt, als Dichtung. Beyraud theilte

meine Heiterkeit und dann gingen wir zuſammen

zu Merville, feſt überzeugt, daß es uns gelingen

würde, ihn mit ſeinem unglücklichen Abenteuer aus⸗

zuſöhnen und ihn unſere joviale Laune theilen zu

laſſen. Wir fanden ihn in einem großen Lehnſeſſel

am Kamin ſitzen, und mit ſolcher Wuth ſtörte er

in dem unſchuldigen Feuer herum, daß man glau⸗

ben konnte, er habe mit den Holzklötzchen ſeines

Kamins einen Strauß auszufechten; auf ſeinem

Schreibtiſch lag eine Kapſel mit Piſtolen, und da⸗

neben zwei drohende Degen. Alles das deutete