eilte ich in den Gang hinaus. Die entlarvte Schöne war mit ihrer Freundin verſchwunden. Dieſe Roſe, die ich auf einer der Stufen der Treppe gewahrte und während meines Nocheilens aufhob, war mir anfänglich ein kleiner Fingerzeig, in welcher Rich⸗ tung ich ſie zu ſuchen hätte; aber die Menge gleich⸗ förmiger Dominos, die mir am Eingang zum Foyer den Weg verſperrten, machten jede weitere Vevfol⸗ gung von meiner Seite unnütz. Nach zweiſtündigem, vergeblichem Suchen verließ ich den Ball, ohne mich um meine Freunde zu kümmern, und voll von der himmliſchen Erſcheinung, deren Anblick mir ei⸗ nen Augenblick vergönnt geweſen, kam ich nach Hauſe: es war mir, als ob dieß mein allererſtes Maskenball⸗Abenteuer geweſen.
„Im Laufe des Nachmittags ſah ich Beyraud in mein Zimmer treten.
„Biſt du im Stande, mich anzuhören?“ ſprach er in ernſtem Tone zu mir.
„Was iſt's denn? fragte ich ihn meinerſeits.
„Haſt du denn vergeſſen, was heute Nacht vor⸗ gefallen iſt?“
„Nein, denn ich dachte daran gerade in dem Augenblicke, wo du hereingetreten biſt. Dieſes Frauenzimmerchen hat, meiner ſechs! die pracht⸗ vollſten ſchwarzen Augen, die ich noch geſehen.“
„Davon handelt es ſich jetzt nicht, wohl aber von der Ohrfeige, die du unſerm Merville gegeben.“
„Ich brach in ein ſchallendes Gelächter aus.
„Ich ſehe gar nicht ein, was die Sache ſo Drol⸗ liges hat, entgegnete er; eine Ohrfeige iſt immer eine Ohrfeige, ſelbſt wenn man mit dem Wein ſich


