mit gefrorenem Champagner, ein halbes Dutzend junger Leute verſetzen kann, die bei vollkommener leiblicher und geiſtiger Geſundheit ſich befinden.
„In ſolcher martialiſch muthwilligen Stimmung betraten wir die große Oper. Unſern jovial über⸗ müthigen Worten entſprach das übrige Gebahren; ſtolz trugen wir den Kopf, es funkelten unſere Au⸗ gen, es waren unſere Wangen hoch gefärbt, und wäh⸗ rend wir die Männer mit den Elbogen bearbeiteten, ſagten wir den Damen allerlei Faſchingsgalanterien; mit einem Worte, wir gingen, gleich dem Wolf in der Fabel, auf Abenteuer aus: nur mochten wir weniger entſchuldbar ſein als er, da ſein Magen leer war. Auch muß ich dir ſagen, daß mehrere von uns, dem in der großen Oper geltenden Brauche zuwider, mit angebrannten Pfröpfen ſich Schnurr⸗ bärte gemacht, ſowie daß wir, das heißt Merville und meine Wenigkeit, über dieſe artige Idee noch hinausgegangen waren und uns mit coloſſalen Na⸗ ſen geſchmückt hatten, die uns ganz und gar un⸗ kenntlich machten. Ich glaube, man hielt uns für bezopfte Schneidergeſellen, ſo daß Jedermann es vermied, mit uns Händel anzufangen, und wir alſo unſerer frechen Luſtigkeit den Zügel ganz und gar ſchießen laſſen konnten.
„Was mich betrifft, ſo hatte ich an ſolcher Luſt⸗ barkeit bald genug. Mich meiner Naſe nicht min⸗ der ſchämend als jener Prinz in den Feenmärchen, der die ſeinige auf einem Schubkarren fortbringen mußte, jedoch es nicht wagend, mich ihrer zu ent⸗ ledigen, da ich befürchtete, daß man mich erkennen möchte, verließ ich den Saal und ging in die Cor⸗


