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15 zu vergrößern und vom Hunderſten aufs Tauſendſte zu kommen. Sieh, ich bin mit der Geduld eines Hiob gewappnet; genir' dich daher ja nicht und laß' alle falſche Scham beiſeit. Du haſt mir noch nicht geſagt, ob Fräulein Cöleſtine hlaue oder ſchwarze Augen hat.“
„Nein, erzähl' mir lieber deine Geſchichte; viel⸗ leicht daß ſie ein Ableitungsmittel für meine düſteren Gedanken iſt. Herr Simart iſt noch nicht zurück; Cöleſtine geht, ich weiß nicht wo, mit ihrer Cou⸗ ſine ſpazieren. Du haſt alſo Zeit genug, mir vor dem Diner deine Geſchichte zum Beſten zu geben.“
„Nun meinetwegen!“ verſetzte Dramond, der, während er fortfuhr, ſeine Reiſekleider mit einer eleganten Toilette zu vertauſchen, alſo anhob:
II.
„Es mögen nun zwei Monate ſein, daß Bey⸗ raud, den du kennſt, Merville, einige andere lie⸗ benswürdige Burſche und endlich meine Wenigkeit auf den Gedanken kamen, uns auf dem Ball der großen Oper zu amüſiren. Merke dir ſich auf dem Ball der großen Oper amüſiren wollen! Um ſo etwas zu verlangen, muß man wahrhaftig betrun⸗ ken ſein; und wir waren es auch, wie ich der Wahr⸗ heit zu Ehren bekennen will. Wenn ich aber fage betrunken, ſo darfſt du darunter keineswegs die Betrunkenheit der Courtille, die pöbelhafte und un⸗ edle Orgie verſtehen, wohl aber jenen Zuſtand fröhlicher Aufregung, ungeſtümen Wonnegefühls, worein ein treffliches Diner von Véry, beſprengt
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