endlich lag auf dem Schreibzeug, und von oben bis
unten konnte man dieſes mit allerlei wunderlichen Arabesken bedeckt ſehen.
„Ach! du biſt es?“ ſprach dieſe in Nachdenken verſunkene Perſon, indem ſie den Kopf umdrehte; „ich erwartete dich. Niklas, ſtellen Sie den Koffer in eine Ecke und laſſen Sie uns allein.“
„Ja, ich bin es in höchſteigener Perſon, wenn du erlaubſt,“ gab der Reiſende zurück, nachdem der Domeſtike ſich entfernt hatte;„ich komme auf deinen Ruf herbeigeeilt und bin ganz bereit, den Trauungsſchleier über deinem Haupte zu halten. Wann iſt die Hochzeit?“
„Wie ich glaube, ſo wird morgen der Ehever⸗ trag unterzeichnet,“ verſetzte Teiſſier trüb.
„Wie! du glaubſt! Du weißt es alſo nicht gewiß? Im Uebrigen darf das mich nicht überraſchen; weiß ein Menſch von ſo unentſchloſſenem Charakter, wie du einer biſt, je, was er morgen thun wird?“
„Lieber Dramond, nimm Platz, damit wir ge⸗ müthlich plaudern können,“ erwiderte mit einem Seufzer der Mann, welcher der Freude des ehelichen Lebens ſich theilhaftig machen wollte.„Du ſiehſt mich in der größten Verlegenheit, worin ein Sterb⸗ licher ſich immer befinden kann. Als ich dir mel⸗ dete, daß ich Fräulein Simart heirathe, da kieß ich mich von einer augenblicklichen Begeiſterung tragen, — da ſah ich die Zukunft durch eines jener blenden⸗ den Prismen hindurch, deren Farben über den trüben Grund der Wirklichkeit ein Roſenroth ausbreiten.“
„In Proſa geſprochen, ſoll das ohne Zweifel
S.


