Teil eines Werkes 
7. Bd. (1859) Sammlung
Entstehung
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290 Die drei Edelſteine

Sechszehnter Auftritt.

Leiſe Muſik. Jacin tha führt Ade Ug unde und Walter herein. Adelgunde trägt das Stirnband, in welchem die drei großen Steine eingefügt ſind. Ulrich tritt mit auf und ſieht ſich im Hintergrunde ſuchend um. Nach den erſten Worten Jacinthens kommt H ildegar d zurück im Anzuge des erſten Aufzuges. Ulrich auf ſie zu, ſie ſprechen mit einander. Bei dem Auf⸗ treten Jacinthens theilen ſich die Büſche und Blumenwände, und Feen werden

ſichtbar, die nach und nach vortreten und ſich im Hintergrunde ſammeln.

Jacintha. Ihr ſeid am Ziel, die Prüſung iſt vorüber, Das Stirnband ſtrahlt in ſeinem ſchönſten Glanz. Drei Steine fehlten drin, und tiefe Deutung Liegt in der Art, wie ſie erworben ſind. Die Tugenden des wahren, edlen Mannes Vermochten nur die Steine zu erringen, Dein Walter hat ſie ſchön und echt bewährt.

Hier den Smaragd erwarb er von den Zwergen,

Weil Milde er und Großmuth gegen Schwache übte, Und von den Rieſen nahm er den Rubin, Mit kühnem Muthe trotzend Rohheit und Gewalt. Im Ringen um den Türkis aber hat Er ſeine ſchönſte Eigenſchaft bewährt: Die feſte, unerſchütterliche Treue, Das ungebeugte Halten an der n Manneswort. (Legt die Hände der Liebenden zuſammen.) So knüpf' ich freudig euer Liebesband: Das Glück iſt euch gewiß für's ganze Leben!

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