oder Walter's Irrfahrten. 289
Fünfzehnter Auftritt.
Adelgunde. Hildegard.
Adelgunde Cräumend). Walter, mein Walter! Rette dich, rette dich! Sie kommen, dich zu tödten. Jaecintha, theure Pathe, ſteh' ihm bei!
Hitdegard(noch pinter der Scenc). Fräulein! Fräulein! Adelgunde(och mäumend). Das iſt Hildegard's Stimme,
zu ſeiner Hülfe da, ſie kommt, ſie wird ihn retten. Hildegard 6rit auf. Fräulein, Fräulein! Adelgunde Erachy. Wie iſt mir! Welch ein entſetz⸗ licher Traum! 6 Hildegard. Wachen Sie, wachen Sie, wir ſind da!
Adelgunde(n hoher Freude). Hildegard, liebe Hildegard, du biſt's? Und er? Und Walter? Ich ſah ihn eben noch in Todesgefahr.
Hildegard. Dort kommt er, die Frau Pathe führt ihn her.
Adelgunde. Walter, mein Walter, ich habe dich wie⸗ der.(Rechts ab.)
Hildegard. Nach langer Trennung frohes Wieder— ſehen! Jetzt fort mit dieſer Verkleidung. Die Rückreiſe in dem Luftſchiffe ging ſo raſch, daß ich ſie nicht wieder los werden konnte. Hier aber will ich nur Hildegard ſein, und Ulrich ſoll ſich den Kopf zerbrechen, wie ich hinter Alles ge—
kommen bin.(Sie trug noch das weiße Gewand, wenn auch vom Schleier nicht mehr verhüllt. Jetzt tritt ſie hinter einen Buſch.)
R. Benedix, dramat. Werke. VII. 19


