Teil eines Werkes 
7. Bd. (1859) Sammlung
Entstehung
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b

Die drei Edelſteine Zwei Freunde haben ſich gefunden In ihrer Jugend Roſenzeit,

In Noth und Tod ſind ſie verbunden,

Zum größten Opfer ſtets bereit.

Doch Karl verliert des Königs Gnade,

Er ſchrieb ein wenig allzufrei,

Und Alles meidet ſeine Pfade,

Nur Fritz, ſein Freund, wird bleiben treu. Doch dem fällt ein, daß ſeine Pflichten

Für König und für Vaterland

Gebieten ſtreng ihm, zu verzichten

Auf ſeiner alten Freundſchaft Band.

Mit Schmerzen muß den Freund er meiden Ja, jedes Ding hat doch zwei Seiten.

Herr Kribs iſt fromm! Nach dem Kalender Begeht er jeden Heil'gentag,

Auch leiht er nebenbei auf Pfänder

Und geht ſo ſeinem Vortheil nach!

Die Welt ſagt: er ſei ohn' Erbarmen, Er nehme zehn und zwölf Prozent,

Er drücke bis auf's Blut die Armen, Kurz, ſie ihn einen Wuchrer nennt. Kribs darin nur Verleumdung findet, Von Geiz iſt bei ihm keine Spur, Wenn er die Armen drückt und ſchindet, Zur Ehre Gottes thut er's nur:

Den Altar mag er neu bekleiden Ja, jedes Ding hat doch zwei Seiten.

Da kommt Herr Walter. Herr Gott, der ſieht die Verhältniſſe immer noch ſehr einſeitig an, könnte ich ihm

Ein

hie

Ei