Teil eines Werkes 
7. Bd. (1859) Sammlung
Entstehung
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278 Die drei Edelſteine

Ulrich. Thelguſa, auch ſo ein Hundename, wie ſie hier

lle führen.

Hildegard. Nach Landesſitte empfange auch von mir die Morgengabe.(Hat ein kleines Käſtchen geholt, das ſie früher hinten abgeſetzt hatte.)

Ulrich immt das Käſichen). Was iſt denn da drinnen?

Hildegard. Halt! Du darfſt es nicht öffnen, als bis wir verheirathet ſind. Darin iſt der Talisman der Ehe, er wird dir verkündigen, was für ein Loos deiner im

Eheſtande harrt. Lebe wohl! mein ſüßer Bräutigam, ich

gehe zur Oberprieſterin, um deine Freilaſſung zu bewirken.

(Geht in den Tempel ab und verbirgt ſich hinter einer Säule.)

Zehnter Auftritt.

Ul rich(allein, ſteht einen Augenblick in tiefen Gedanken). Pfui, Ulrich, du biſt ein ſchlechter Kerl, ich würde ſagen, du biſt ein gemeiner Kerl, wenn Injurien nicht verboten wären! Der Hildegard biſt du untreu geworden, die zu Hauſe ſitzt und liebend dein gedenkt, o pfui! Gelogen haſt du und dich jünger gemacht, als du biſt, o pfui, pfui! Ich müßte dir die Freundſchaft auf ewig aufſagen. Und zuletzt haſt du gar die Hildegard verleugnet, o pfui, pfui! Ich möchte mir ſel ber in's Geſicht ſpucken, wenn ich das anzufangen wüßte Und warum das Alles? Aus niederträchtiger Todesangſt! Sapperment, ich bin doch ſonſt ein herzhafter Kerl geweſen! Aber es iſt auch eine verdammte Zumuthung, ſich braten zu laſſen! Kann ich denn gar Nichts zu meiner Entſchuldigung

finder müßt

Hm,

hilſt

gebta Hilde achtz mehr hält Beſte

wille