262 Die drei Edelſteine
hindern, dies verhaßte Amt von mir zu werfen; gönne mir Zeit, bis ich die Schätze des Tempels in Sicherheit gebracht, dann fliehe ich mit dir in ein fernes Land, und ſtill beglückt durch meine Liebe ſoll dir ein neues Leben erblühen! Du ſtehſt kalt vor mir, noch habe ich kein freundliches Wort von deinen Lippen gehört, willſt du denn ewig meinen Bitten widerſtehen?
Hildegard Gerſchämh— Gönne mir Bedenkzeit.
Agapenor. Ach, das freundlichſte Wort, das du noch geſprochen! Ich hoffe wieder! Und jetzt, die Zeit verrinnt, bald wird der Platz hier belebt werden, komm zurück in dein Verſteck!
Hildegard. O, noch eine kurze Zeit gönne mir! In dem dunkeln Höhlenzimmer habe ich ſo lange den blauen Himmel nicht geſchaut, keinen friſchen Athemzug gethan.
Agapenor. Du bitteſt? Ich vermag nicht zu wider⸗ ſtehen. Doch verweile nicht zu lange. Mich ruft der Tem⸗ peldienſt, kehre bald zurück und vergiß nicht, dich in deinen Schleier zu hüllen; wenn man deinen Bart erblickte, ein ſicherer Tod wäre dein Loos!
Hildegard. Sei unbeſorgt, ſchon um meiner ſelbſt willen werde ich mich in Acht nehmen.
„ Agapenor. So lebe wohl, auf Wiederſehen! Gechts
hinten ab, von wo ſie auch auftrat.)
Ih
Peiber
Joeinth erkennt hübſch
ſich in Liebev bot ger und w über d


