324 Der Weiberfeind.
Betty. So, halten Sie ſich ſtill.(Schlägt die Tiſchdecke
über ihn zuſammen, leiſe. So, Herr Weiberfeind, einige De⸗ müthigung, noch etwas Angſt, fürwahr, Ihre Strafe iſt viel zu gnädig!(Eilt nach der Thüre rechts, zieht den Schluſſel ab, ſetzt ſich dann an den Tiſch links und nimmt das Tuch vor die
Augen.)
vierter Auſtritt. Vorige, Guſtav. *
Guſtav. Sieh, da bin ich zurück! Du biſt allein, ich glaubte Freiling noch hier? Iſt er ſchon wieder fort? Haſt du ihn geſprochen? Was fehlt dir? Du antworteſt nicht?
Betty(ſieht ihn an, ſchüttelt mit dem Kopfe und verhüllt die Augen wieder).
Guſtav. Um Gott, du machſt mich ängſtlich, Betty! Du haſt geweint.— Betth, reiß mich aus meiner Sorge!
Betthy(fällt ihm um den Hals und verbirgt das Geſicht an ſeiner Bruſt).
Guſtav. Süßes Weib! Was iſt dir begegnet, rede.
Betty(ſchluchzend). Ich kann nicht!
Guſtav. Das muß entſetzlich ſein— iſt ein Unglück geſchehen?
Betty. Nein, ich kann nicht und doch darf ich dir Nichts verſchweigen, meine nächſten Pflichten gehören dir.
Guſtav. Betth.
Betty. Dein Freund, der ſich ſtellt, als haſſe er die Weiber—
Guſtav. Nun?


