Der Weiberfeind. 325
Betty. Iſt ein Verräther. 8
Freiling(eckt den Kopf etwas hervor).—, die Schlange!
Guſtav. Ich begreife nicht
Bett9. Ich war artig gegen ihn, wie du es befahlſt (Immer ſtockend) Anfangs ſtellte er ſich rauh und barſch Guſtav(ringend). i= Betty. Dann ward er immer freundlicher Guſtav(wüthend). Weiter! Betty. Zuletzt wollte er mich küſſen. Freiling. O, die Heuchlerin! Guſtav. Küſſen 6 Betty. Ich ſchlug's ihm ab! Guſtav. Und er? Betty. Unmſchlang mich mit Gewalt! Guſtav. Hölle und Teufel!
Betty. Da kamſt du durch den Garten—
Guſtav. Wo iſt er hin?
Betty(fällt ihm um den Hals). Tödte ihn nicht!
Guſtav. Alſo iſt er noch hier? Wo, wo?
Betty. Er gebot mir Schweigen und ſprang in dein Zimmer—
Freiling(wollte unter dem Tiſch nach der Vorderſeite vor kriecht jetzt beruhigt zuruch.
Bett9. Ich war vor S chreck und Zorn ganz verwirrt, ich wußte nicht, was ich that und zog den Schlüſſel ab
Guſtav. Der Bube ſoll mir nicht entgehen.
Betty. Lieber Guſtav.
Guſtav. Mich, ſeinen Freund, zu verrathen!
Betty. Mäßige dich!


