312 Der Weiberfeind.
Spiegel.) Man kann ein Geſpräch gar nicht recht führen, wenn man ſich nicht anſieht, die Augen müſſen dabei helfen und oft das Beſte thun.
Freilin g(ſieht ſie öfter auf Augenblicke an, wird überhaupt aufmertſam, hutet ſich aber, ihren Blick zu treffen).
Betty. Man ſpricht ja auch von einer Augenſprache und es mag wol etwas Wahres daran ſein. Gauſe.) Zu jeder Unterhaltung gehören Zwei und wenn Sie gar nicht antworten, wird es ſchwer werden, meines Mannes Willen ins Werk zu ſetzen. Ich werde ein Liedchen ſingen! Soll ich?
Freiling. Wie Sie wollen!
Betty(nimmt eine Guitärre und ſtimmt dieſelbe, während ſie einige Figuren trällert).
F reilin g(wird durch den Ton ihrer Stimme aufmerkſam, man merkt ihm Zetſtreutheit an).
Betty. Au, au!(Schleudert mit ver Hand, als habe ſie ſich weh gethan.)
Freiling Was iſt?
Betty. Ded Wirbel geht nicht herum, ſehen Sie, mein armer Finger, ganz roth! Gält ihm die Hand vor das Geſicht und bläſt in die Finger.)
Freiling. Das thut mir leid.
Betty(Fmollend). Das glaube ich nicht
Freiling. Warum nicht?
Bettg(nachahmend). Dasthut mir leid— iſt das ein Lon des Bedauerns? Sie ſind hartherzig. Helfen Sie mir, ich bringe den Wirbel nicht herum! Geicht ihm die Guitarre.)
Freiling(reht an dem Wirbel).


