Teil eines Werkes 
2. Bd. (1857) Sammlung
Entstehung
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Der Weiberfeind.

Freiling. Als ſähen ſie ein wildes Thier. Das eben iſt mir lieb! Sie ſollen michffliehen, wie ich ſie fliehe. Wahr⸗ lich, Guſtav, ich bringe unſerer Freundſchaft das größte Opfer, indem ich es verſuchen will, mich an den Umgang deiner Frau zu gewöhnen.

Guſtav. Ich erkenne das, hoffe aber doch

Freiling. Was?

Guſtav. Daß du einmal vernünftig wirſt.

Freiling. Bin ich das nicht?

Guſtav. Bis auf den einen Punkt biſt du ein lieber, prächtiger Junge, aber, aber in dem einen Punkte

Freiling. Unerſchütterlich!

Guſtav. Meinetwegen mir iſt es recht, doch mein Pferd wartet. Leb wohl. Freiling. Leb wohl.

Guſtav. Auf Wiederſehen.(Durch die Mitte ab.)

Dritter Auftritt. Freilin g, gleich darauf Betth.

Freiling. O, mein armer Freund, wie bald wirſt du von deinem Wahne zurückkommen! Wol hat der alte grie⸗ chiſche Weiſe Recht, der den Göttern dankte, daß er ein Mann und kein Weib geworden, denn die Weiber ſind das Unkraut, das der böſe Feind unter den Weizen geſäet hat.(Setzt ſich rechts und lieſt.)