Teil eines Werkes 
2. Bd. (1857) Sammlung
Entstehung
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308 Der Weiberfeind.

als die Bäume des Waldes und die Sterne des Himmels fand ich dich, wir verſtanden uns, ich lernte dich lieben, und es iſt mir zur ſüßen Gewohnheit geworden, täglich bei dir einige Stunden zuzubringen!

Gu ſt av(prückt ihm die Hand).

Freiling. Ich will es verſuchen! ob ich die Gewohn⸗ heit fortſetzen, ob ich mich an den Anblick deiner Frau,(ſchau⸗ vernd) eines weiblichen Weſens gewöhnen kann.

Guſtav. Meine Betty iſt gut.

Freiling. Meinſt du?

Guſtav. Gewiß!

Freiling. Sie taugen Alle NRichts Wenn ſie mich aufgeben konnte, die ich ſo heiß geliebt.

Guſtav. Laſſen wir es gut ſein! Man muß ſchon Nachſicht mit deiner Schwäche haben! Ich muß jetzt fort, doch bald bin ich zurück. Meine Frau wird dich indeſſen unterhalten!

Freiling. Ich habe meinen Bhron!

Guſtav. MRit ſechsundzwanzig Jahren Nichts zu haben

als den Byron, iſt ſehr langweilig!

Freiling. Ich habe ja dich noch.

Guſtav. Alles gut, aber ohne Weiberliebe iſt das Leben Nichts!

Freiling. Ich habe ſie aufgegeben. Das Weib will ich ſehen, mir noch gefallen, Lle mir ein wärmeres Ge⸗ fühl einflößen könnte.

Guſtav. Nun, nun, du haſt ſeit zwei Jahren Nichts geſehen, als deine alte Haushälterin, und aus der Ferne einige Bauernmädchen, die bei deinem Anblick fliehen