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ein heiliger Pilger, der ſein muͤdes Haupt zur letzten Ruhe niederlegt. Sein Elend erſchuͤtterte mich doppelt, weil es ein Beweis fuͤr die Un⸗ gerechtigkeit der Welt war. Ich haͤtte weinen moögen, doch jugendlicher Frohſinn, oder Hoff⸗ nung auf eine beſſere Zukunft, konnten leicht meine Thränen trocknen; aber was durfte er hoffen, der nichts vor ſich ſah, als das Grab?
Gewiß, ſagte er, ſich erhebend, ward dies Kreuz hiehergeſtellt, um den ungluͤcklichen Ver⸗ bannten daran zu erinnern, daß es noch eine andere Heimath giebt, wo keine Ungerechtigkeit der Menſchen ihn zu erreichen vermag.
Vater! rief ich, wenn auch Maͤnner, die ihr ganzes Leben dem Dienſte und dem Wohle des Vaterlandes weiheten, aus ihrer Heimath vertrieben werden, ſo wird doch ſpäter oder ftuͤ⸗ her ein Gott der Gerechtigkeit dafuͤr Rechenſchaft fordern. Der Tag Ihrer Ruͤckkehr und der Strafe Jener, kann nicht fern ſeyn.
Ach! entgegnete er mit einem tiefen Seuf⸗ zer, mit 66 Jahren iſt man zu alt, ſein Vater⸗ land zu wechſeln; der Wechſel kann dann nur fuͤr das Grab ſeyn.
Dieſe gerechten Klagen brachen mein Herz.— Geh zu dem ſpaniſchen Ufer, ſetzte er nach einer Pauſe hinzu, und hole mir von dort einen Trunk.


