203 tergrunde, auf den Hoͤhen, welche Frankreich be⸗ graͤnzen, Andaye liegen ſieht.
Die majeſtätiſche Pracht der Berge, die Frucht⸗ barkeit des Landes, die reiche Abwechſelung der Gegend, die uͤberall ſichtbaren Spuren menſch⸗ lichen Fleißes, und der unendliche Ocean bilden eine Graͤnze, die zweier ſolcher Reiche wuͤrdig iſt.
Wir hatten einen Boten angenommen, uns zu der franzoͤſiſchen Graͤnze zu bringen; bald er⸗ reichten wir die Bruͤcke von Oholdizum. Dieſer kleine Bach, ſagte unſer Fuͤhrer, bildet die Graͤnze. Es giebt nichts ſchoͤneres, als das Land jenſeit jener Berge. Sie werden davon entzuͤckt ſeyn.
Ach! er wußte nicht, daß wir in die Ver⸗ bannung gingen. Von dieſem Gedanken uͤber⸗ waͤltigt, ſank mein Vater vor einem kleinen ſtei⸗ nernen Kreuze, welches auf der Mitte der Bruͤcke ſtand, auf die Knie, und blieb mit gefaltenen Häͤnden einige Minuten bewegungslos liegen. Ich lehnte mich gegen das Gelaͤnder der Bruͤcke, und bedeckte das Geſicht mit beiden Haͤnden, die hervorquellenden Thraͤnen zu verbergen. Unſer Fuͤhrer blickte mit Verwunderung und Hochach⸗ tung auf meinen Vater.
Flieht man ſo aus ſeinem und es erhebt ſich nun eine unuͤberſteigliche Scheide⸗ wand zwiſchen dem Fliehenden und der Wohnung,
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