Teil eines Werkes 
1. Theil (1831)
Entstehung
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viel Raum zu geſtatten. Auf den Gütern meines väterlichen Onkels ſuchte ich meine zer⸗ rüttete Geſundheit wieder herzuſtellen. Kaum aber kehrte der Frühling mit ſeinen Blumen und Blüthen zurück, da wurde meine Sehn⸗ ſucht heftiger. Ich erklärte meinem Onkel, daß ich meine Laura ſuchen wolle, und muͤßte ich Europa durchwandern. Sein Bitten, ſein Fle⸗ hen war vergebens; ich härmte mich ab, und eine tiefe Schwermuth bemeiſterte ſich meiner, ſo daß ich zu jeglichem Geſchäfte untauglich wurde. Mein Onkel trieb mich nun ſelber an, meine Reiſe zu beſchleunigen.

Ich durchreiſte Teutſchland, Italien, die Schweiz, und forſchte überall genau nach, auch nur eine kleine Spur aufzufinden. Doch ver⸗ gebens. Mein Onkel, der mir zuweilen ſchrieb, meldete mir einſt, daß er alle Beſitzungen, die jenes Thal umzogen, an ſich gekauft habe, und bat mich, ſobald wie möglich zurückzukehren. Müde des Forſchens, von getäuſchten Hoffnun gen ermattet, ſuchte ich meine Heimath wieder