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Die Kraft, auf die ich ſtolz mich einſt geprieſen, Ward meiner Lugend, meiner Unſchuld Grab; Sie trieb mich, unaufhaltſam zu genießen, Und riß mich in den Sinnenſtrom hinab.
Und ewig wiederkehrend ſteht ſie immer An meiner Seele Pforte angebannt, Phantaſie locket dann mit buntem Schimmer, Und kraftlos ſchweigt der mahnende Vekſtand.
Wie ſoll ich dieſe innern Kaͤmpfe deuten? D unerreichbar ſcheinſt du, Tugend! mir; Du gabſt mir nichts, als martervolle Leiden, und welche fleh'nde Bitten gab ich dir?
Laß meine unſchuld, Heil'ge, wiederkehren, Und nimm mich dann als deiuen Schuͤtzling hin, Laß meine Ideale ſich verklaͤren,
Und rein geſtalten jeden innern Sinn.
Obige Worte von Lauras Hand geſchrie⸗ ben, belebten meine Hoffnung wieder, mein Onkel jedoch ſchüttelte zu dem Allen den Kopf und warnte mich, meinen Hoffnungen nicht zu


