der Eingang in jenes unterirdiſche Gewölbe war verſchüttet, und die Reſte des V Wartthurms waren von einander geſchmettert. Alle die Plätzchen, wo ich ſo ſelige Stunden mit mei⸗ ner Laura verlebte, ſuchte ich wieder auf, und fand endlich in einer Laube, wo ich ſchon einige Male achtlos vorübergegangen war, eine Brief⸗ taſche, die ich für Laura's Eigenthum erkannte. Das Auffinden einer Goldgrube hätte mich nicht mehr uͤberraſchen können. Auf der Rück⸗ ſeite des erſten Blattes ſtand mit einer Blei⸗ feder flüchtig geſchrieben:
„Verzage nicht, bleib' treu, und Du ſiehſt wieder Deine Laura.“
Abgerißne Gedanken und kleine Verſe fand ich weiter in der Brieftaſche, deren In⸗ halt auf unſer beiderſeitiges Verhältniß hin⸗ deutete. Doch fand ich in einer kleinen Ne⸗ ventaſche ein von einer fremden Hand beſchrie⸗ benes Blatt, überſchrieben:„Aus meines Bru⸗ ders Tagebuch.“ Es war ein Gedicht, deſſen Inhalt entweder auf jene Geheimniſſe hindeu⸗


