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Ausgewählte Erzählungen / aus dem Engl. des Thomas Hood. Frei übers. von Gustav Sellen
Entstehung
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trug, den Tebaldo ihr verfertigt hatte, um ſie gegen den nachtheiligen Einfluß der feuchten See⸗ luft zu ſchuͤtzen. Tebaldo's Kleider waren faſt eben ſo ſonderbar anzuſehen, als die Bianca's; zum Theil hatte er Stuͤcke von dem Anzuge eines Matroſen, zum Theil von ſeinem eigenen, und ſein Schnurrbart war zu einer ungeheuren herangewachſen.

Willig nahmen die Matroſen ſie mit ſich an Bord, wo ſie ſich ſogleich nach Mercanti erkun⸗ digten; doch obgleich der Schiffscapitain oft von ſeinen Guͤtern in Fracht gehabt hatte, und ihn ſehr wohl kannte, konnte er ihnen doch keine genaueren Nachrichten geben. Doch verſprach er ihnen, Palermo auf ſeiner Fahrt zu beruͤhren; in ſehr kurzer Zeit, wiewohl zum innigſten Kummer der Liebenden legte das Schiff ſeinen Lauf dahin zuruͤck. Nach allem gluͤcklich uͤberſtandenen Miß⸗ geſchicke ſollten ſie ja nun zu ihrem fruͤheren Elende zuruͤckkehren. Bianca brachte daher die ganze Zeit der Reiſe, nur ihrem Kummer hin⸗ gegeben, einſam in ihrer Kajuͤte zu; denn ſie wagte es nicht, Tebaldo's Anblick zu ertragen, dieſer aber ſtand im Begriffe, ſich in die See zu ſtuͤrzen, wenn er bedachte, daß er ſich nach einem ſo langen, vertrauten mit 13