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Ausgewählte Erzählungen / aus dem Engl. des Thomas Hood. Frei übers. von Gustav Sellen
Entstehung
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ſterben, wie wir gelebt haben, als die unſchuldi⸗ gen Opfer eines unerbittlichen Schickſals; nur mach nicht, daß wir mit Schaam und Reue auf unſere bisher ſchuldloſe Liebe blicken muͤſſen. Jetzt darf uns Niemand unſere Liebe zum Vorwurfe machen, denn wenn wir ſie uns auch nicht ver⸗ vorgen haben, ſo bewachten wir doch ſiets eifrig die Ausbruͤche unſerer Leidenſchaft. Wahr iſt es, in einem Punkte ſind wir geſchieden, doch unſere Seelen wiſſen von keiner Trennung. Wir kon⸗ nen uns unſere Zärtlichkeit nicht durch Liebko⸗ ſungen beweiſen, aber es giebt noch Mittel, dies durch die Sprache, durch Gebete, durch Aufmerk⸗ ſamkeiten aller Art zu erſetzen. Schaffſt du mir

nicht meinen Lebensunterhalt, danke ich dir nicht alles, was mich in unſerer traurigen Lage erfreut und aufheitert? Und mein Herz ſagt mir, daß dies deiner Liebe ein hoher Genuß ſeyn muß.

Sey daher zufrieden in dem Gefuͤhle, daß du der

Erhalter und Beſchuͤtzer meines Lebens, daß du mein einziger Troſt biſt, und empfange das Ge⸗ ſtändniß, daß ich mich unendlich gluͤcklich fuͤhle⸗

dir dies Alles zu verdanken. Ein anderer Mann

iſt zwar mein Gatte, aber du biſt mein ſchuͤtzen⸗ der Engel, und beweiſeſt mir eine Liebe, welche die ſeinige eben ſo ſehr uberſteigt, als die himm⸗ liſche Natur die irdiſche, Ich moͤchte nicht, daß

du