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wir ſo nicht denken, aber hier koͤnnen wir uns betrachten, als traͤfen wir uͤber den Gräbern wie⸗
der zuſammen. Sind wir, wie ich es glaube,
in der Mitte des weiten Ozeans, was giebt es
dann fuͤr Hoffnung zu unſerer Erloͤſung aus
dieſer Einode? Sollen wir aber den Reſt unſe⸗
res Lebens hier allein mit einander zubringen,
ſo können wir durch innigere Vereinigung Keinem ein Unrecht zufuͤgen, ſondern nur eines gegen
uns ſelbſt verguͤten; denn wir ſind bis weit uͤber
das Grab hinaus mit einander vermaͤhlt.“
Die arme Bianca vergoß waͤhrend dieſer Rede Stroͤme von Thraͤnen. Dann aber bat ſie Te⸗
baldo dringend, dieſes Gegenſtandes wenigſtens in den ſieben naͤchſten Tagen nicht wieder zu er⸗
waͤhnen; wäͤhrend dieſer Zeit, hoffte ſie, werde
Gott ſie vor einem ſolchen Schritte bewahren,
indem er ein Schiff zu ihrer Rettung ſende. Faſt dieſe ganze Friſt brachte ſie damit hin, den Ozean zu bewachen, ob nicht irgend ein erret⸗ tendes Fahrzeug ſich der Inſel nahe, aber ſelbſt nicht einmal am fernen Horizonte ließ ſich ein
Segel blicken, das ihre Hoffnung auf Ruͤckkehr
in das Vaterland neu zu beleben veimocht haͤtte. Als nun die Friſt abgelaufen war, drang Te⸗ baldo auf's Neue in ſie. Da erwiederte ſie ihm:
„O mein theurer Tebaldo, laß uns lieber


