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Ausgewählte Erzählungen / aus dem Engl. des Thomas Hood. Frei übers. von Gustav Sellen
Entstehung
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ſehe, und ich darf ſie nicht hinwegkuͤſſen, ohne zu zittern, darf nicht mit dir ſeufzen, mit dir weinen, obgleich wir dieſelbe Luft auf ſo be⸗ grenztem Raume einathmen. Wir ſind fuͤr ein⸗ ander geſchaffen, wie unſere beiderſeitige Liebe be⸗ weiſ't, und dennoch muͤſſen wir hier, wo wir ein⸗ ſam und allein ſtehen, uns fremd und fern blei⸗ ben. Die gebietende Nothwendigkeit zerreißt mir das Herz. Es koͤmmt mir vor, als waͤren nur wir Zwei auf der Welt, und doch draͤnge ſich das furchtbare Phantom eines Dritten zwiſchen uns, reiße uns von einander, und mache uns Beide elend. Ach Bianca, ich bin von Gedan⸗ ken gefoltert, die ich kaum auszuſprechen wagen darf; aber wenn das Schickſal uns zu trennen gedachte, weshalb vereinigte es uns denn auf dieſer wuͤſten Inſel, wo außer uns Beiden kein vernuͤnftiges Weſen lebt? Ein eben ſo unuͤber⸗ ſteigliches Hinderniß als zwiſchen uns geworfen ward, iſt jetzt auch zwiſchen dir und deinem Gat⸗ ten. Die Natur ſelbſt ſcheidet dich durch dieſe Einſamkeit von allen anderen Verbindungen. Gott weiß es, mit welcher Aufrichtigkeit, welchem Ei⸗ fer ich der Erfuͤllung meiner Verſprechungen nach⸗ geſtrebt habe aber zu hart waͤre es, an ein Geluͤbde gehunden zu ſeyn, deſſén Erfuͤllung un⸗ möglich iſt. Wahr iſt es, in Sizilien duͤrften